4x4Vakantiebeurs 2026 – Unser ehrlicher Messe-Rückblick | rOdin Adventures
4x4Vakantiebeurs 2026 – Sonne, Sturm, Regen und jede Menge Erfahrungen
Unsere erste Messe in Holland: großartige Location, tolle Organisation, kuschelige Nächte und eine wirtschaftliche Bilanz, über die wir lieber den Mantel des Schweigens decken würden. Aber ...schweigen ist nicht die größte Stärke
Holland ruft – und wir folgten!
Im Oktober waren wir zum ersten Mal als Aussteller auf der 4x4 Vakantiebeurs des Land Rover Club Holland im niederländischen Valburg.
Mit im Gepäck: unser Ford Ranger, der Ineos Grenadier Quartermaster, drei Offroad-Anhänger von XS bis XL und jede Menge Campingausrüstung. Also eigentlich ein ganz normaler kleiner Wochenendausflug mit kleinem Gepäck
Die Location am WaterGoed ist wirklich klasse! Ein tolles Gelände direkt am Wasser, jede Menge interessante Fahrzeuge, Gleichgesinnte und eine Organisation, an der es absolut nichts auszusetzen gab.
Was allerdings niemand so richtig im Griff hatte, war das Wetter.

Von T-Shirt-Wetter bis horizontalem Regen
Holland hat an diesem Wochenende wirklich alles gegeben.
Zwischendurch Sonnenschein, angenehme Temperaturen und bestes T-Shirt-Wetter. Dann wieder Wind und Regen, der sich offensichtlich vorgenommen hatte, nicht einfach von oben nach unten zu fallen, sondern lieber waagerecht über das Messegelände zu fliegen.
Für eine Outdoor-Messe ist das nicht unbedingt die beste Voraussetzung. Schließlich möchte man sich Dachzelte, Markisen und Offroad-Anhänger gerne in Ruhe anschauen – und nicht möglichst schnell wieder irgendwo ins Trockene - oder den Shuttlebus verschwinden.
Warum wir unsere Ausrüstung selbst benutzen
Wir erzählen gerne, was unsere Produkte können. Aber noch viel lieber erzählen wir, was wir selbst damit erlebt haben.
Unsere Erfahrungen stammen eben nicht nur aus Prospekten, Datenblättern oder irgendwelchen Werbeversprechen.
Wir fahren mit unseren Fahrzeugen in den Urlaub, schlafen in unseren Dachzelten, nutzen die Markisen und verbringen unsere Wochenenden in den Camper-Anhängern.
Und manchmal stehen wir damit eben auch mitten im niederländischen Herbstwetter.
Genau dort merkt man nämlich, worauf es wirklich ankommt.
Wie angenehm schläft es sich im Dachzelt? Wie verhält sich die Ausrüstung bei starkem Wind und Regen? Was ist praktisch, was nervt und was würden wir beim nächsten Mal anders machen? Auch wichtig: WO liegen die unterschiede z.B. zwischen einer 800 Euro und einer 1400 Euro Markise...
Das sind die Erfahrungen, die wir später in unsere Beratung einbringen. Nicht, weil es im Katalog steht, sondern weil wir es selbst ausprobiert haben.
Kuschelig im Dachzelt, bestens geschlafen im Anhänger
Trotz des ziemlich wechselhaften Wetters gab es bei unserer Übernachtung jedenfalls keinen Grund zur Beschwerde.
Im Dachzelt war es kuschelig und warm mit der Standheizung. Genau so, wie man sich das nach einem langen Messetag wünscht.
Meine Frau und unsere Tochter hatten es sich im Camper-Anhänger gemütlich gemacht – und haben ebenfalls hervorragend geschlafen.
Während draußen also zeitweise der niederländische Wettergott sein ganzes Repertoire vorführte, war drinnen alles bestens.
Und genau das ist für uns der Punkt: Gute Campingausrüstung muss nicht nur auf einem sonnigen Werbefoto funktionieren. Sie soll auch dann Spaß machen, wenn das Wetter plötzlich beschließt, den Urlaub auf die Probe zu stellen.
Natürlich bedeutet das nicht, dass jedes Dachzelt oder jeder Anhänger bei jedem Wetter gleich gut funktioniert. Gerade deshalb testen und vergleichen wir unterschiedliche Lösungen selbst.

Eine tolle Messe – aber kein tolles Geschäft
So, und jetzt kommt der Teil, den man in den üblichen Messe-Rückblicken eher selten liest.
Wirtschaftlich hat sich dieses Wochenende für uns leider überhaupt nicht gelohnt.
Wir hatten einen großen Stand, ordentlich Ausrüstung dabei und entsprechend viel Aufwand mit Transport, Auf- und Abbau sowie der gesamten Vorbereitung.
Unterm Strich stand der Aufwand in keinem Verhältnis zum geschäftlichen Ergebnis, fast 5000 Euro minus - mit wenig Chance auf Folgegeschäft.
Ob das nun am katastrophalen Wetter lag, am Kaufverhalten der Besucher oder an unserem eigenen Messekonzept, lässt sich nicht sagen. Wir vermuten allerdings, dass das Wetter einen erheblichen Anteil daran hatte.
Und trotzdem möchten wir eines ausdrücklich betonen:
An der Veranstaltung selbst lag es aus unserer Sicht nicht.
Die Organisation war hervorragend, die Location wirklich schön und das Konzept der Messe hat uns überzeugt. Auch der Austausch mit anderen Ausstellern und Besuchern hat Spaß gemacht.
Dafür ein großes Dankeschön an den Land Rover Club Holland, das Organisationsteam und die vielen Helfer!
Man kann eben eine richtig gute Veranstaltung erleben und trotzdem als Aussteller wirtschaftlich enttäuscht nach Hause fahren. Beides schließt sich nicht aus
Und nächstes Jahr?
Abgehakt haben wir die 4x4 Vakantiebeurs jedenfalls noch nicht.
Ob und in welcher Form wir wiederkommen, werden wir uns in Ruhe überlegen. Wahrscheinlich würden wir unseren Messeauftritt allerdings anders gestalten.
Vielleicht etwas kleiner, vielleicht mit einer anderen Produktauswahl und vor allem mit weniger Aufwand.
Denn auch das gehört zu unserer Arbeitsweise: Dinge ausprobieren, Erfahrungen sammeln, daraus lernen und beim nächsten Mal besser machen.
Das gilt für Dachzelte genauso wie für Messestände.
Unser Fazit: Fettes Minus in der Kesse, Plus an Erfahrungen
Dafür mit schönen Erinnerungen, einigen interessanten Gesprächen, einer weiteren Portion Campingpraxis und der Erkenntnis, dass unser Equipment auch bei ziemlich ungemütlichem Wetter für angenehme Nächte sorgen kann.
Und genau deshalb machen wir das Ganze überhaupt.
wir eben kein reiner Onlinehändler, der Campingausrüstung nur aus dem Karton kennt.
Wir sind selbst unterwegs, probieren aus, bauen um, machen Fehler, lernen dazu und geben diese Erfahrungen weiter.
Mal bei strahlendem Sonnenschein. Mal im strömenden Regen. Und manchmal eben auf einer Messe, bei der hinterher zumindest die Ausrüstung mehr überzeugt hat als die Kasse. 😉
Bis zum nächsten Abenteuer!



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