Neue Anhängervorstellung: MT-X Offroad Camper
Wir stellen den Everest X-Camp / MT-X vor: Einzelradaufhängung, Stahlrahmen, Heckküche, Bordelektrik, AT-Reifen und viel Stauraum in einem kompakten Offroad-Anhänger.
Everest X-Camp / MT-X – kompakter Offroad-Camper mit ziemlich massiver Technik
Klein bedeutet nicht automatisch leicht gebaut. Der Everest X-Camp, bei uns auch als MT-X bezeichnet, ist dafür ein ziemlich gutes Beispiel.
Auf den ersten Blick ist es ein kompakter Campinganhänger, der sich deutlich von einem klassischen Wohnwagen unterscheidet. Schaut man etwas genauer hin, fallen aber schnell die massive Fahrwerkstechnik, der Stahlrahmen, die großen Trittflächen und der schwere Dachgepäckträger ins Auge.
Wir haben uns den Anhänger einmal ausführlich angesehen und zeigen ihn auch in unserem Video komplett von außen und innen.
Das vollständige Walkaround-Video findet ihr hier:Everest X-Camp / MT-X auf unserem YouTube-Kanal ansehen
X-Camp statt klassischem MT Camp
Der X-Camp basiert konzeptionell auf dem bekannten Offroad-Camper-Prinzip von Everest, fällt aber kompakter aus. Nach den aktuellen Herstellerdaten beträgt die Innenhöhe des X-Camp 130 cm, beim regulären MT Camp sind es 140 cm. Genau diese rund zehn Zentimeter Unterschied machen den Innenraum etwas flacher und das Konzept noch stärker zu einem Schlaf- und Expeditionsanhänger statt zu einem kleinen Wohnwagen.
Der Hersteller führt den X-Camp aktuell als Offroad-Expeditionsanhänger mit unabhängiger Federung. Angegeben werden unter anderem eine zulässige Gesamtmasse von 750 bis 1.000 kg, isolierte Sandwichpaneele, Wasser- und Elektroinstallation sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.
Bei unserem Fahrzeug geht die Ausstattung allerdings deutlich über einen nackten Basisanhänger hinaus.
Das Fahrwerk fällt sofort auf
Eines der interessantesten Details sitzt unter dem Anhänger.
Der X-Camp verfügt über eine massive Einzelradaufhängung. Everest nennt für das aktuelle Modell eine unabhängige KNOTT-Aufhängung. Gerade bei einem kompakten Offroad-Anhänger ist das wesentlich interessanter als eine rein optische „Offroad“-Aufmachung mit großen Reifen.
Dazu kommt ein ausgesprochen massiver Rahmen. Bei unserem X-Camp wird dieser Eindruck durch den schwarzen Stahlaufbau, die großen Trittflächen und den Dachträger noch einmal verstärkt.
Die seitlichen Trittbretter sind dabei keine kleinen Einstiegsbleche. Sie laufen weit um den Anhänger herum und sind so stabil ausgeführt, dass man sie problemlos betreten kann. Das ist beispielsweise beim Beladen des Daches ausgesprochen praktisch.
Ein Dachträger, der seinen Namen verdient
Oben sitzt ein massiver Dachgepäckträger aus Stahl.
Damit lässt sich der vorhandene Platz über dem Anhänger sinnvoll für zusätzliches Reiseequipment nutzen. Je nach Aufbau kommen beispielsweise Transportboxen, Campingausrüstung oder natürlich ein zusätzliches Dachzelt infrage.
Everest beschreibt den X-Camp grundsätzlich als Zwei-Personen-Anhänger, der mit zusätzlichem Dachzelt auf bis zu fünf Schlafplätze erweitert werden kann.
Für uns ist genau das einer der interessanten Punkte des Konzepts: Der eigentliche Anhänger bleibt kompakt, während zusätzliche Schlaf- oder Transportkapazität nach oben ausgelagert werden kann.
Innen: Bett, kleiner Tisch und Stauraum
Der Innenraum versucht nicht, einen klassischen Wohnwagen nachzubauen.
Stattdessen konzentriert er sich auf das, was in einem so kleinen Anhänger sinnvoll funktioniert: Schlafen, etwas sitzen und Stauraum schaffen.
Der größte Teil des Innenraums wird vom Bett eingenommen. Zusätzlich lässt sich ein kleiner Tisch nutzen. Im vorderen Bereich befinden sich Schränke und weitere Ablagen.
Das ergibt keine große Wohnkabine – soll es aber auch nicht.
Der MT-X ist aus unserer Sicht eher eine geschützte, isolierte Schlafkabine mit Stauraum und kompletter Reiseinfrastruktur außen herum.
Die eigentliche Küche sitzt im Heck
Die große Heckklappe öffnet den Küchenbereich.
Dort finden sich Schränke und Stauraum sowie ein ausziehbarer Küchenbereich mit Spülbecken und fließendem Wasser.
Das passt gut zum Gesamtkonzept: Im Innenraum wird geschlafen und das Gepäck verstaut, gekocht wird draußen.
Die nach oben öffnende Heckklappe bietet dabei gleichzeitig einen gewissen Wetterschutz über der Küche.
Hochwertige Bordelektrik statt einfacher Batteriebox
Bei unserem X-Camp wurde auch die elektrische Anlage entsprechend ausgebaut.
Verbaut sind ein Landstromanschluss, ein Ladebooster und eine Ultimatron AGM-Batterie. Damit steht eine eigenständige Bordstromversorgung für Beleuchtung und weitere Verbraucher zur Verfügung.
Der Ladebooster ermöglicht die Ladung über das Zugfahrzeug während der Fahrt, während auf dem Camping- oder Stellplatz zusätzlich die externe Stromversorgung genutzt werden kann.
Gerade bei einem Reisecamper gefällt uns diese Lösung deutlich besser als eine lose Batterie mit ein paar nachgerüsteten 12-V-Steckdosen.
Außenbeleuchtung für mehr als den Campingplatz
Rund um den Anhänger sind kräftige Offroad-LED-Leuchten verbaut.
Die dienen nicht nur der Optik. Wer abends einen Stellplatz aufbaut, an der Heckküche arbeitet oder irgendwo abseits einer Campingplatzbeleuchtung steht, weiß eine vernünftige Umfeldbeleuchtung schnell zu schätzen.
Zusammen mit der eigenen Batterieversorgung lässt sich der Bereich um den Anhänger damit unabhängig vom Zugfahrzeug ausleuchten.
Große Räder, AT-Reifen und Ersatzrad
Optisch und funktional passend zum Fahrwerk steht unser MT-X auf Alufelgen mit AT-Bereifung.
Ein vollwertiges Ersatzrad gehört ebenfalls zum Aufbau.
Das bedeutet natürlich nicht automatisch, dass ein Anhänger mit AT-Reifen überall hinter einem Geländewagen herfahren kann. Bodenfreiheit, Böschungswinkel, Anhängelast, Untergrund und insbesondere die Grenzen des Zugfahrzeugs bleiben entscheidend.
Aber das Gesamtkonzept ist hier deutlich konsequenter umgesetzt als bei einem normalen Campinganhänger mit lediglich etwas gröberer Bereifung.
Riesige Deichselbox
Vorne auf der Deichsel befindet sich eines der auffälligsten Ausstattungsmerkmale unseres Fahrzeugs: eine wirklich große Staubox mit zusätzlichem Aufbau.
Seitlich davon sitzen außerdem zwei Reservekanister.
Damit lässt sich einiges von dem Equipment, das man normalerweise irgendwo im Zugfahrzeug unterbringen müsste, direkt am Anhänger verstauen.
Werkzeug, Kabel, Campingzubehör oder anderes Reiseequipment sind damit von außen erreichbar, ohne jedes Mal den Schlafbereich öffnen zu müssen.
Solide abgestützt
Vorne kommt ein entsprechend massives Stützrad zum Einsatz.
Am Anhänger selbst befinden sich zusätzlich vier Kurbelstützen. Im Stand kann der X-Camp damit sauber ausgerichtet und stabilisiert werden.
Gerade bei einem Anhänger, bei dem man seitlich auf die Trittbretter steigt oder sich nachts im Innenraum bewegt, ist eine vernünftige Abstützung deutlich angenehmer als ein ständig leicht wippender Aufbau.
Die wichtigsten Merkmale unseres X-Camp
kompakterer Aufbau als beim klassischen MT Camp
massive unabhängige Einzelradaufhängung
schwarzer Stahlrahmen
massiver Stahl-Dachgepäckträger
begehbare umlaufende Trittbretter
Bett und kleiner Tisch im Innenraum
Schränke im Schlafbereich und in der Heckküche
Heckküche mit Auszug und Spülbecken
fließendes Wasser
Landstromanschluss
Ladebooster
Ultimatron AGM-Batterie
Offroad-LED-Außenbeleuchtung
Alufelgen mit AT-Reifen
vollwertiges Ersatzrad
große Deichselbox mit zusätzlichem Aufbau
zwei Reservekanister
massives Stützrad
vier Kurbelstützen
Für wen ist so ein Anhänger interessant?
Der X-Camp ist aus unserer Sicht vor allem für diejenigen interessant, die eigentlich keinen klassischen Wohnwagen wollen.
Er bietet einen wettergeschützten Schlafplatz, Küche, Wasser, Strom und Stauraum, bleibt dabei aber deutlich näher an einem Offroad- oder Expeditionsanhänger als an einem normalen Caravan.
Gerade hinter einem Pickup oder Geländewagen ergibt das ein stimmiges Gespann: Am Ziel wird der Anhänger zur kleinen Base, während das Zugfahrzeug unabhängig davon genutzt werden kann.
Wer dagegen viel Wohnraum, Stehhöhe, Bad und das klassische Wohnwagengefühl sucht, wird mit diesem Konzept vermutlich weniger anfangen können.
Unser Eindruck
Was uns am X-Camp besonders gefällt, ist nicht irgendein einzelnes Feature.
Es ist die Kombination aus kompakten Abmessungen und erstaunlich massiv ausgeführten Komponenten.
Einzelradaufhängung, Stahl-Dachträger, begehbare Trittbretter, große Deichselbox und die vernünftig ausgebaute Elektrik vermitteln eher den Eindruck eines kleinen Expeditionsanhängers als den eines verkleinerten Wohnwagens.
Natürlich ersetzt ein massiver Aufbau keine sinnvolle Reiseplanung und aus einem Anhänger wird durch AT-Reifen allein noch kein grenzenlos geländegängiges Fahrzeug.
Aber als kompakte Basis für Camping, Overlanding und Reisen abseits des klassischen Wohnwagenkonzepts ist der Everest X-Camp definitiv spannend.
Den MT-X im Video ansehen
Im Video gehen wir einmal komplett um den Anhänger, zeigen Fahrwerk, Innenraum, Heckküche, Elektrik, Stauraum und die vielen kleinen Details, die auf Bildern nur schwer zu erkennen sind.
Mehr zu Offroad-Anhängern, Dachzelten, Hardtops und Campingausrüstung findet ihr bei auch in der entsprechenden Playlist dort


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